Spotlight: Kopfsache

Einleitung

„Can you prepare for the unexpected? No, you cannot. You can prepare only to be surprised.“

Mit dem Flavortext dieser Magic the Gathering Karte steigen wir heute mal in das Herzstück jedes Spiels ein, die Möglichkeiten der Interaktion mit dem Gegner. Die Interaktionsmöglichkeiten hängen von mehreren Faktoren ab, der wichtigste allerdings ist Information. Es gibt Spiele welche allen Spielern alle Informationen zu jeder Zeit geben, ein Beispiel dafür wäre Schach. http://hearthstone.ingame.de/files/2013/10/87.jpgDieses Spiel kann sich offene Informationen leisten weil bereits nach den Eröffnungsszenen so komplexe Stellungen entstehen können, dass selbst Hochleistungscomputer ihre Zeit benötigen um optimale Züge zu finden. Andere Spiele hingegen sind weniger komplex und offene Informationen würden hier dazu führen, dass jeder Spieler zu jeder Zeit den optimalen Zug macht wodurch das Spiel schlicht langweilig wird. Das beste Beispiel dafür ist Poker, niemand geht mit einem Blatt mit wenn man bereits absehen kann, dass man nicht (oder kaum, z.b. wenn man die Poker Variante Texas Hold’em spielt) gewinnen kann.

Haben wir nun ein Spiel mit verdeckten Informationen wie Poker, dann besteht die Kunst darin, diese Informationen möglichst korrekt zu bestimmen. Dazu stützt man sich auf kleinere Informationsschnipsel, die einem etwas über die Hand des Gegners verraten können. Wie aggressiv wirft der Spieler Geld in den Pot, wie reagiert er auf neue Informationen / Reaktionen, auf welcher Position sitzt der Spieler. Alle diese Dinge können einem Anhaltspunkte geben. Auch Hearthstone ist ein Spiel mit verdeckten Informationen. Auch hier gibt es Anhaltspunkte, die uns bei der Erwartung gegnerischer Handkarten helfen können. Da wir, im Gegensatz zu Offline-Kartenspielen keinen Menschen vor uns sitzen haben, müssen wir uns auf die Informationen konzentrieren, die das Spiel bereitstellt.