Hearthstone Deck-Bau Grundlagen

Blizzard hat es mal wieder erfolgreich geschaft, die Aufmerksamkeit der Videospielgemeinde auf sein neuestes Werk zu richten. Durch die Verbindung zu WoW, den WarCraft RTS Spielen und die sehr schnelle und bequeme Bedienung erreicht Hearthstone auch Spieler, die sich vorher nicht, oder nur am Rande, mit Trading Card Games beschäftigt haben. Bei klassischen TCGs wird einem neuen Spieler das erste Deck oft von Freunden gebaut, und dabei werden die Deck-Bau Grundlagen nebenbei vermittelt. Für all jene die grade keinen Mentor zur Hand haben kommt hier der Hearthstone Deck-Bau Grundlagen Guide. Die ersten beiden Themen, Manakurve und Karteneffizienz, befassen sich mit der allgemeinen Struktur eines Decks. Danach, in den Abschnitten Carddraw, Finisher und Konter werfen wir einen Blick auf die Aufgaben die unsere Karten erfüllen müssen, um uns den Sieg zu sichern.

 

Manakurve

Karten mit hohen KosHearthstone Deck-bau Grundlagen: Beispiel einer Manakurveten sind im Allgemeinen stärker als solche die günstig zu spielen sind. Aber in den ersten Runden steht schlicht und ergreifend nicht genug Mana zur Verfügung um sie einzusetzen. Als Faustregel kann man sich merken, dass eine Karte genau dann am besten eingesetzt wurde, wenn sie in der Runde gespielt wird, die ihrem Manawert entspricht. Natürlich kann man in der zehnten Runde fünf Karten für jeweils zwei Mana benutzen, aber höhere Karten sind meistens besser geeignet. Deshalb ist es sinnvoll, beim Deckbau auf eine gesunde Mischung zu achten. Je nachdem wie die Zusammenstellung ausfällt, spricht man dann von einer flachen, ausgewogenen oder steilen Kurve. In Hearthstone sind beispielsweise Schurken Kandidaten für flache Kurven. Sie haben viele sehr billige Karten, die dafür gemacht sind in den ersten Runden massiv Druck auf den Gegner auszuüben. Wenn es ihnen aber nicht gelingt früh den Sieg zu erringen, werden Decks mit ausgewogen Kurven zur Gefahr für sie, denn sie sind ihnen überlegen bei der…

Karteneffizienz

Hearthstone Deck-bau Grundlagen: Windchill Yeti, niedrige EffiziensDie Anzahl der Karten die ein Spieler in der Hand hält bestimmt die Anzahl seiner Spieloptionen. Wer wenige Karten auf der Hand hat, kann nur zwischen wenigen Möglichkeiten wählen. Außerdem gibt es Karten die Effekte kombinieren, für die man sonst mehrere Karten einsetzen müsste. Soche Karten sind entweder teurer oder seltener aber sie belegen eben weniger von den dreißig Slots eures Decks und ihr müsst weniger Karten ziehen. Als Beispiel vergleiche ich den Chillwind Yeti mit der Windfury Harpy: Beide haben einen Angriffswert von vier und eine Lebenskraft von fünf. Der Yeti kostet aber nur vier Mana, während die Harpy sechs Kristalle entleert wenn ihr sie aufs Feld bringt. Hearthstone Deck-bau Grundlagen: Windfury Harpy, höhere EffiziensAber wie der Name schon sagt hat sie zusätzlich die Eigenschaft Windfury, die ihr offensichtlich mehr Möglichkeiten gibt. Der Spell Windfury kostet zwei Mana und verleiht einem Minion, wer häts gedacht, die Eigenschaft Windfury. Die könnte man jetzt zusammen mit dem Yeti rein nehmen und wäre dann sogar noch flexibler, denn den Spell könnte man ja auch auf ein anderes Monster spielen. Letztendlich hat jedes Deck aber immer nur dreißig Slots, und die müssen so gut wie möglich genutzt werden. Jeder gesparte Platz ist gleichbedeutend mit einer weiteren Chance mich zu verteidigen, Schaden zu verursachen oder Karten zu ziehen. Aber eins ist noch zu beachten: Da vielseitige Minions, Spells und Waffen in den allermeisten Fällen teurer sind als ihre einseitigen Varianten, kommen sie erst später ins Spiel. Da sind wir dann wieder bei der Manakurve.

 

Carddraw

Hearthstone Deck-bau Grundlagen: Gadgetzan Auctioneer, konditioneller CarddrawWir ziehen bei Hearthstone jede Runde eine Karte. Aber oft wollen wir mehr als eine Karte ausspielen. Wenn wir nicht gegensteuern sind wir bald im „Topdeck-Modus“ und müssen immer genau die eine spielen die wir ziehen. Das sollte unbedingt vermieden werden, also müssen wir beim Deckbau für Carddraw-Gelegenheiten sorgen. Diese Karten funktionieren meistens nach einem von zwei Mustern: Spells der Art „Zahle x Mana, ziehe y Karten“ oder Zusatzeffekte auf beliebigen Karten die unter gewissen Vorraussetzungen ausgelöst werden. Arcane Intellect (Mana 3, „Draw 2 Cards“) wäre ein Beispiel für die erste Art, der Minion Gadgetzan Auctioneer („Whenever you cast a spell, draw a card“) entspricht der zweiten. Karten wie der Auctioneer haben oft einHearthstone Deck-bau Grundlagen: Arcane Intellect, direkter Craddraw enormes Potential, richtig eingesetzt können sie die Hand schnell wieder füllen. Auf der anderen Seite jedoch läuft man Gefahr, dass man genau dann wenn man den Carddraw am dringendsten braucht, die Bedingung nicht mehr erfüllen kann. Außerdem ist zu bedenken, dass ein Mangel an Karten bei den meisten Decks eher im späteren Verlauf des Spiels auftritt, Mana ist dann selten ein Problem. Achtet aber darauf es nicht zu übertreiben. Draw ist zwar wichtig, aber zuviel davon schadet wieder euren Handlungsoptionen, es muss ja auch was Schlagkräftiges im Deck sein das sich zu ziehen lohnt!

 

Finisher

Hearthstone Deck-bau GrundlagenIrgendwie muss das Spiel ja mal enden. Also brauchen wir realistische Siegoptionen. Manche Decks überrennen das Board mit kleinen Minions und knabbern den Gegner zu Tode. Andere verteidigen so lange, bis sie eine aufwendige Combo ausspielen können, die den Feind in einer einzigen Runde zerfetzt. Und viele liegen irgendwo dazwischen. Aber den besten Decks liegt ein solider Plan zugrunde, wie man damit gewinnen will. Ein Teil eures Decks sollte nur dafür da sein zu siegen. Das fällt vielen Spielern schwerer als man denken sollte. Oft verliert ein Spieler mit seinem Deck ein paar mal, und sagt sich „mein Gegner kam zu leicht durch, ich muss mich besser verteidigen!“. Aber tatsächlich war es nicht eine zu schwache Verteidigung die zur Niederlage führte, sondern das Fehlen des eigenen Angriffs. Ein Gegner dem man keinerlei Druck macht kann frei handeln und seinen Plan in Ruhe durchziehen und das nimmt kein gutes Ende.

 

Konter

Hearthstone Deck-bau Grundlagen: KonterEs gibt zu jeder Zeit einige sehr beliebte Decks oder Tricks die in allen Decks funktionieren. Man sollte sie kennen und sich beim Deckbau darauf einstellen. Es gilt dabei mit möglichst wenig Aufwand möglichst vielen Taktiken entgegenzuwirken. Die wohl bodenständigsten Konterfähigkeiten sind Taunt und Silence. Taunt hält gegnerische Minions davon ab euren Helden anzugreifen, aber eben nur die. Silence beendet Effekte auf gegnerischen Einheiten und kann damit so manche todbringende Combo beenden und euer Leben retten. Aber für viele Dinge reichen diese beiden Eigenschaften nicht aus, Kreativität ist gefragt. Und wichtiger als alles andere ist, dass ihr erkennt was euer Gegner plant. Achtet darauf was euch erledigt. Passte euch an, aber übertreibt es nicht. Überfrachtet euer Deck nicht mit Verteidigungskarten ohne zu wissen was ihr damit anstellen wollt. Im Zweifelsfall gilt immernoch „Angriff ist die beste Verteidigung“.